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18.12.25

hyperkeratose

Hyperkeratose - Ursachen, Symptome und Behandlung

Rauhe, verhärtete Haut kann unangenehm sein und sogar Schmerzen verursachen. Solche Veränderungen beeinflussen den Alltag vieler Menschen. Sie können an verschiedenen Körperstellen auftreten und sich meist schleichend entwickeln. Umso wichtiger ist es, die Ursachen zu kennen und auf die typischen Symptome zu achten.

Was versteht man unter Hyperkeratose?

Hyperkeratose beschreibt eine Hautveränderung, bei der sich die obersten Hautschichten verdicken. Normalerweise erneuert sich die Haut ständig: Alte Hautzellen lösen sich ab, während neue Zellen an die Oberfläche treten. Bei Hyperkeratose wird dieser Prozess gestört, und die Haut bildet mehr Hornzellen, als sie abstoßen kann. Dadurch kommt es zu einer verhornten, schuppigen Haut.

Besonders betroffen sind Menschen mit empfindlicher oder trockener Haut, da diese schneller zur Bildung von Hornhaut neigt.

Das sind die Ursachen von Hyperkeratose

Hyperkeratose tritt auf, wenn die Haut auf bestimmte Reize reagiert, um sich zu schützen. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Mechanische Belastung: Druck oder Reibung (etwa durch enge Schuhe oder häufiges Laufen) fördert die Bildung von Hornhaut. Besonders an den Füßen, an den Fersen oder an den Handflächen ist diese Ursache weit verbreitet.
  • UV-Strahlung: Zu viel Sonne lässt die Haut mehr Hornhaut bilden, um sich zu schützen. Besonders bei Menschen, die sich oft ohne Sonnenschutz in der Sonne aufhalten, kann das zu einer stärkeren Verhornung führen.
  • Genetische Veranlagung: Einige Menschen sind aufgrund ihrer Gene anfälliger für eine übermäßige Verhornung der Haut. Wenn in der Familie bereits Fälle von Hautverdickungen aufgetreten sind, kann dies auf eine genetische Ursache hinweisen.
  • Hormonelle Veränderungen: Während der Schwangerschaft oder durch Medikamente kann sich der Hormonhaushalt verändern, was die Haut zur Bildung von Hornhaut anregen kann.
  • Hauterkrankungen: Erkrankungen wie Diabetes mellitus können die Hautempfindlichkeit verändern und die Verhornung verstärken, was zu Hyperkeratose führen kann.
  • Ernährung und Dehydration: Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr oder schlechte Ernährung kann die Haut austrocknen und zu einer Verdickung führen.

Häufig betroffene Körperstellen

Eine Hyperkeratose kann grundsätzlich überall auftreten. Sie zeigt sich jedoch besonders häufig an Stellen, die stark beansprucht werden oder regelmäßig äußeren Einflüssen ausgesetzt sind. Typische Regionen sind die Haut an Füßen, Händen sowie Ellenbogen und Knien. Je nach Ursache und Form der Hyperkeratose können aber auch andere Körperpartien betroffen sein wie das Gesicht.

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Am häufigsten kommt Hyperkeratose am Fuß vor

Die Füße sind täglich vielen Belastungen ausgesetzt und gehören zu den Körperstellen, die am meisten beansprucht werden. Hyperkeratose an den Füßen entsteht vor allem durch dauerhaften Druck und Reibung, zum Beispiel durch enge Schuhe oder langes Stehen und Gehen.

Dies führt häufig zu Schwielen oder Hühneraugen, die anfangs harmlos erscheinen. Mit der Zeit können sie jedoch schmerzhaft werden. Besonders an den Fersen entstehen oft tiefe Risse, die das Gehen erschweren und das Risiko für Entzündungen erhöhen.

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Daran erkennen Sie die Hautveränderung

Die Symptome von Hyperkeratose können je nach Form unterschiedlich aussehen. Zu den häufigsten Erscheinungsformen gehören:

  • Schwielen und Hühneraugen: Diese treten meist als gelbliche, klar abgegrenzte Verhornungen an Händen oder Füßen auf. Besonders bei Hühneraugen bildet sich oft ein harter Kern, der beim Gehen oder Greifen schmerzhaft drückt.
  • Keratosis pilaris (Reibeisenhaut): Sie macht sich durch zahlreiche kleine, tastbare Knötchen an den Haarfollikeln bemerkbar. Typischerweise erscheinen diese Veränderungen an Oberarmen oder Oberschenkeln und sind in der Regel schmerzlos.
  • Aktinische Keratose: Äußert sich durch raue Hautareale mit sandpapierartiger Struktur, die rötlich oder hautfarben wirken. Sie entstehen bevorzugt an sonnenexponierten Körperstellen wie Gesicht oder Handrücken.
  • Parakeratose: Bezeichnet eine Hautveränderung, bei der die Hautzellen in der obersten Hautschicht ihre normale Reifung nicht vollständig durchlaufen. Stattdessen bleiben sie verhornt und zeigen eine unregelmäßige, schuppige Struktur.
  • Epidermolytische Keratose: Eine seltene, aber besonders ausgeprägte Form. Sie entwickelt sich bereits im Kindesalter. Sie führt zu großflächig verhornter Haut, die mit Rissen und Entzündungen einhergehen können.

Hyperkeratose-Behandlung: So lassen sich Beschwerden lindern

Die Behandlung einer Hyperkeratose hängt von ihrer Ursache, ihrer Ausprägung und der betroffenen Körperstelle ab. Grundsätzlich gibt es verschiedene Ansätze, die sich gegenseitig ergänzen können.

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Hyperkeratose mit Salben und Cremes therapieren

Eine konsequente Hautpflege ist die Basis jeder Hyperkeratose-Behandlung. Besonders gut lässt sich Hyperkeratose beispielsweise an Füßen mit pflegenden Fußcremes oder Salben therapieren. Präparate mit einer hohen Konzentration an Harnstoff, Salicylsäure oder Milchsäure weichen die verdickte Haut auf und erleichtern, diese abzutragen.

Ergänzend helfen rückfettende Cremes, die die Haut geschmeidig halten und das Risiko neuer Risse reduzieren. Wichtig ist die regelmäßige Anwendung, da nur eine kontinuierliche Pflege langfristig spürbare Verbesserungen bringt.

Fachgerechte Behandlung durch Ihren Arzt oder Podologen

Eine professionelle Hyperkeratose-Behandlung ist ratsam, wenn die Verhornungen stark, schmerzhaft oder entzündet sind. Ein Dermatologe kann dann die genaue Ursache abklären und bei Bedarf spezielle Medikamente verordnen.

Bei Schwielen oder Hühneraugen an den Füßen sind Podologen die richtigen Ansprechpartner. Sie entfernen die verdickten Hautstellen schonend und fachgerecht. Meist werden dabei Skalpelle, Hobel oder feine Hohlmeißelklingen eingesetzt. Diese Werkzeuge ermöglichen es, überschüssige Hornhaut präzise abzutragen, ohne das umliegende Gewebe zu verletzen.

So wird die Haut entlastet, Druckschmerzen werden reduziert und das Risiko von Rissen oder Entzündungen sinkt.

So beugen Sie neuer Verhornung vor

Damit sich Hyperkeratose nicht erneut oder verstärkt bildet, kommt es vor allem auf vorbeugende Maßnahmen im Alltag an. Besonders wichtig ist es, Druck und Reibung zu reduzieren. Dies gelingt vor allem durch geeignetes Schuhwerk, weiche Strümpfe und Einlagen. Auch Schutzkleidung oder Handschuhe helfen, wenn die Haut durch Arbeit oder Sport stark belastet wird.

Ergänzend trägt eine kontinuierliche Pflege mit feuchtigkeitsspendenden Produkten dazu bei, die Haut geschmeidig zu halten und das Risiko neuer Verhornungen zu verringern.

Hyperkeratose: Mit richtiger Ernährung die Haut von innen stärken

Bei Hyperkeratose kann die Ernährung dazu beitragen, die Haut gesund zu halten und einer übermäßigen Verhornung vorzubeugen. Besonders wichtig sind Vitamine und Spurenelemente, die die Hautregeneration unterstützen. Dazu zählen vor allem Vitamin A, C und E sowie die Mineralstoffe Zink und Selen.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und ausreichend Flüssigkeit wirkt sich positiv auf das Hautbild aus. Gleichzeitig sollten Alkohol, Nikotin und stark zuckerhaltige Lebensmittel möglichst reduziert werden. Sie belasten die Haut und können das Risiko für Hautprobleme erhöhen.