Schrunden (medizinisch Rhagaden genannt) sind eine häufige Hauterkrankung, die vor allem in den kalten Monaten für unangenehme Beschwerden sorgen kann. Sie treten häufig an den Füßen und Händen auf. Schrunden können nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch das Risiko für ernsthafte Infektionen erhöhen.
In diesem Beitrag möchten wir Ihnen die Ursachen von Schrunden näherbringen, Ihnen hilfreiche Pflegetipps an die Hand geben und wirksame Maßnahmen zur Behandlung vorstellen.
Was sind Schrunden?
Schrunden sind kleine, aber oft schmerzhafte Risse in der Haut, die besonders häufig an den Fersen auftreten. Die Haut ist dort dicker und stärker verhornt, da sie den täglichen Druck des Gehens und Stehens aushalten muss. Wenn die Haut jedoch zu trocken wird oder ihre Elastizität verliert, entstehen feine Risse, die sich mit der Zeit zu schmerzhaften Spalten erweitern können.
Neben der optischen Beeinträchtigung stellen tiefe Schrunden auch ein gesundheitliches Risiko dar, da Bakterien oder Pilze in die Risse eindringen und Entzündungen verursachen können.
Wie Schrunden entstehen
Schrunden entstehen meist durch trockene Haut, die an Elastizität und Spannkraft verliert. Wenn die Haut unter Belastung nicht mehr ausreichend nachgeben kann, entstehen Risse. Trockene, spröde Haut oder starke Verhornung sind häufige Ursachen dafür.
Auch das Tragen von falschem Schuhwerk kann den Druck auf die Füße erhöhen und so Risse in der Ferse begünstigen. Besonders betroffen sind Menschen, die ihre Füße stark beanspruchen – etwa durch langes Stehen oder sportliche Aktivität.
Auch Hornhaut an den Füßen trägt zur Entstehung von Schrunden bei. Wird sie zu dick, verliert sie an Elastizität. Bei Bewegung kann die darunterliegende Hautschicht einreißen, wodurch rissige Fersen und Schrunden entstehen. Wer zusätzlich zu trockener Haut neigt, erhöht das Risiko noch weiter.
Weitere Ursachen von Schrunden
- Feuchtigkeitsmangel: Wenn die Haut nicht ausreichend gepflegt wird oder zu wenig Flüssigkeit erhält, trocknet sie aus und wird spröde.
- Übergewicht: Ein höheres Körpergewicht erhöht den Druck auf die Fußsohlen und damit auch auf die Fersen, was die Haut zusätzlich belastet.
- Hauterkrankungen: Krankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Diabetes mellitus beeinflussen die Hautstruktur negativ und machen sie anfälliger für Risse und Entzündungen.
- Vitamin- und Mineralstoffmangel: Ein Mangel an wichtigen Vitaminen wie A, C oder E kann die Haut an den Fersen schwächen und anfälliger für Schrunden machen.
Schrunden behandeln – was hilft wirklich?
Wer Schrunden behandeln möchte, sollte nicht lange zögern, um Schmerzen und Infektionen zu vermeiden. Das Ziel der Behandlung ist es, die Hautbarriere zu stabilisieren, die Feuchtigkeit zu erhöhen und die Heilung zu fördern. Dabei gilt: Je schneller man mit der Pflege beginnt, desto rascher erholt sich die Haut.
1. Fußpflege und Feuchtigkeit
Die wichtigste Maßnahme ist regelmäßige und gründliche Fußpflege. Ein warmes Fußbad mit pflegenden Zusätzen macht die Haut weich und bereitet sie optimal auf die weitere Behandlung vor. Anschließend können überschüssige Hornhautschichten vorsichtig entfernt werden.
Nach dem Bad sollte eine reichhaltige Fußcreme mit Urea, Panthenol oder natürlichen Ölen aufgetragen werden. Diese Inhaltsstoffe binden Feuchtigkeit und verbessern die Elastizität der Haut. Durch tägliches Eincremen kann die Hautbarriere wieder aufgebaut und erneuter Rissbildung in der Ferse vorgebeugt werden.
2. Behandlung tiefer Schrunden
Bei tiefen, schmerzhaften Rissen empfiehlt sich die Anwendung spezieller Schrundensalben. So wird die Heilung unterstützt und somit das Eindringen von Keimen unterstützt. Wichtig ist, die betroffenen Stellen sauber zu halten und zu schonen. Offene Schuhe oder Sandalen mit hartem Fußbett sollten gemieden werden, bis die Schrunden vollständig abgeheilt sind.
3. Professionelle Hilfe
Treten Schrunden immer wieder auf oder entzünden sich, ist es sinnvoll, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Besuch bei einem Podologen oder einer medizinischen Fußpflege kann dabei helfen, verhornte Hautstellen fachgerecht zu entfernen und die Haut optimal zu versorgen. Wenn der Verdacht besteht, dass eine zugrundeliegende Erkrankung wie Diabetes oder Psoriasis vorliegt, sollte zudem ein Hautarzt hinzugezogen werden.
Schrunden vorbeugen – so bleiben die Füße gesund
Vorbeugung ist der beste Weg, um Schrunden an den Füßen zu vermeiden. Wenn Sie einige einfache Pflegeroutinen in Ihren Alltag integrieren, können Sie Ihre Füße gesund und geschmeidig halten:
- Tägliche Pflege: Cremen Sie Ihre Füße regelmäßig mit einer hochwertigen Fußcreme ein, besonders abends. So kann die Haut die Wirkstoffe während der Nacht besser aufnehmen und wird ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt.
- Regelmäßiges Fußbad: Ein wöchentliches Fußbad weicht verhornte Haut auf und unterstützt die Pflegewirkung. Es tut nicht nur den Füßen gut, sondern hilft auch dabei, die Haut weicher und geschmeidiger zu halten.
- Hornhaut regelmäßig entfernen: Entfernen Sie Hornhaut regelmäßig, aber sanft – mit einer Feile oder einem Bimsstein. So wird die Haut nicht zusätzlich gereizt, und Sie vermeiden, dass sich die Haut an den Füßen verdickt und Risse entstehen.
- Atmungsaktive Schuhe tragen: Wählen Sie Schuhe, die Ihre Füße gut belüften, um übermäßige Reibung und Feuchtigkeitsstau zu vermeiden. So bleibt die Haut trocken und gesund.
- Flüssigkeitszufuhr sichern: Achten Sie darauf, genug zu trinken. Flüssigkeit hält nicht nur den Körper fit, sondern sorgt auch dafür, dass die Haut geschmeidig bleibt.
- Übermäßige Belastung vermeiden: Wenn Ihre Füße stark beansprucht werden, gönnen Sie ihnen regelmäßig Pausen oder wählen Sie stützende, bequeme Schuhe, die den Druck gleichmäßig verteilen.